Willkommen in der Welt des Pinzgauer 712K

Das ultimative österreichische Geländefahrzeug.

Pinzgauer 712K

Robust, unverwüstlich und mit einem unverwechselbaren Charakter. Diese Seite ist eine Hommage an den dreiachsigen Steyr Puch Pinzgauer 712K, den großen Bruder des Haflingers und eine Ikone der Ingenieurskunst aus Graz.

Die Geschichte des 712K

Ursprung in Graz

Entwickelt in den späten 1960er Jahren von Steyr-Daimler-Puch in Graz, Österreich, war der Pinzgauer als Nachfolger des kleineren Haflingers konzipiert. Unter der Leitung von Chefingenieur Erich Ledwinka (Sohn des Tatra-Designers Hans Ledwinka) entstand ein Fahrzeug, das neue Maßstäbe im Geländewagenbau setzte.

Das Konzept

Der Name stammt von einer robusten österreichischen Pferderasse, dem Noriker Pinzgauer. Das Fahrzeug basierte auf einem genialen Zentralrohrrahmen-Chassis mit Portalachsen, was ihm eine enorme Bodenfreiheit und extreme Verwindungssteifigkeit verlieh. Der Antrieb erfolgte ursprünglich durch einen eigens entwickelten, luftgekühlten 2,5-Liter-Vierzylinder-Benzinmotor.

Der 712K: Der Dreiachser

Während der 710er das zweiachsige Modell (4x4) war, bezeichnet die Serie **712** die 6x6-Varianten. Das "K" steht für **Kastenwagen** (geschlossener Aufbau aus Stahlblech mit fünf Türen).

Der 712K war besonders beliebt als Funkwagen, Sanitätsfahrzeug oder Kommandozentrale bei verschiedenen Armeen, insbesondere beim Österreichischen Bundesheer und der Schweizer Armee.

Die Produktion endete im Jahr 2000 (die letzten Modelle wurden in Großbritannien gebaut), aber der Kultstatus des "Pinzi" lebt weiter.

Technische Daten (712K ÖBH Benziner)

Antrieb & Motor

  • Typ: Steyr-Puch luftgekühlter 4-Zylinder-Viertakt-Reihenmotor
  • Hubraum: 2.499 ccm
  • Leistung: 64 kW (87 PS)
  • Antriebsformel: 6x6 (zuschaltbarer Allrad)
  • Getriebe: 5 Vorwärtsgänge + 1 Rückwärtsgang
  • Übersetzung: Straßengang 1,00 + Geländegang 1,92
  • Steigfähigkeit: 100% (bis an die Haftgrenze)

Fahrwerk & Maße

  • Besonderheit: Zentralrohrrahmen, Einzelradaufhängung
  • Sperren: 100% hydraulische Differentialsperren an allen Achsen
  • Länge: ca. 4.955 mm (ÖNORM V 5001)
  • Breite: ca. 1.760 mm (ÖNORM V 5001)
  • Eigengewicht: 2.780 kg (ÖNORM V 5002)
  • Nutzlast: 1.250 kg (ÖNORM V 5002)
  • Zulässiges Gesamtgewicht: 4.100 kg (ÖNORM V 5002)

Bilder

Eindrücke des 712K im Einsatz und im Detail.